Thüringer Sozialministerin zu Gast im CAP-Markt

Heike Werner im CAPMeiningen. Während eines Rundgangs durch den CAP-Markt Meiningen am vergangenen Montag zeigte sich die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, beeindruckt von der hier gelebten Integration und Inklusion von Menschen mit Handicap. 

Gemeinsam mit Referent Mathias Funk aus dem Bereich Behindertenpolitik ließ sie sich über die Besonderheiten des Integrationsunternehmens der Lebenshilfe Meiningen aufklären, nahm sich Zeit für Gespräche mit der Marktleitung wie auch den Mitarbeitern. Sie war bereits 2012 auf den CAP-Markt aufmerksam geworden, als dieser mit dem Unternehmenspreis AKZEPTANZ ausgezeichnet wurde. Das Wirtschaftsministerium wie auch der Landesverband der Lebenshilfe würdigten  die innovative und beispielsgebende Weise, Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft teilhaben zu lassen. Der CAP-Markt ist diesem Konzept bis heute treu geblieben. Hier arbeiten anteilig  je 50 % Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand – und das seit nunmehr 10 Jahren.
Heike Werner sei sich durchaus der schwierigen und großen Herausforderung bewusst, der sich das Unternehmen täglich stelle, ginge es doch nicht nur um den sozialen, sondern auch den marktwirtschaftlichen Aspekt. Sie würdigte das Engagement jedes einzelnen und betonte, wie wichtig es sei, voneinander zu lernen, gelungene Beispiele wie dieses herauszustellen und andere damit zu animieren, mehr Begegnungen zu schaffen - für ein besseres Miteinander. Diese positiven Erfahrungen und Anregungen aus Meiningen werde sie auf jeden Fall mit nach Erfurt nehmen und gerne weitergeben.
Doch nicht nur der CAP-Markt allein war Ziel ihres Besuches. Auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KreativWerkstatt mit ihrem Verkaufsladen im Kaiserpark schaute sie gerne über die kreativen Schultern. Hier werde ganz deutlich, welchen unschätzbaren Mehrwert die Integration von Menschen mit Handicap für die Gesellschaft habe. Die daraus resultierende schöpferische Kraft, das neu gewonnene Selbstvertrauen, das Gebrauchtwerden stelle eine große Bereicherung für uns alle dar. Gerade der Personenkreis mit psychischen Beeinträchtigungen beinhalte ein großes Potential. Diesen Menschen zu helfen, zurück ins Leben zu finden, in geregelte Tagestrukturen und im Idealfall auch auf den 1. Arbeitsmarkt sieht die Ministerin als wichtige, herausfordernde Aufgabe, der sie höchste Anerkennung entgegen bringt und deshalb jederzeit ihre Unterstützung zugesagt hat. (skl)

 
 
 
 

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